Chronik der Heimatstube

Herr Thanel hat als Kreisbetreuer in den 50er Jahren unsere Landsleute aufgerufen, Erinnerungsstücke,
vor allem Fotographien für eine Heimatstube zu spenden. Oder zum Abfotographieren durch meinen
Schwager Dr. Mikulaschek zu leihen. Die gespendeten Objekte wurden von Frau Thanel inventarisiert und
aufbereitet. Leider hatte man keine Räume für die Errichtung einer Heimatstube. So wurden die Stücke in
Kisten und Schachteln gesammelt. Fotographien wurden auf DIN A4 Blätter aufgeklebt. In größeren Abständen
zeigte Herr Thanel auch in einer Ausstellung andere Objekte, z.B. Bilder von Sternberger Malern, Textilien.
Ein anderes mal wurde die Sternberger Wirtschaft dargestellt. Nach den Treffen mußte alles wieder in die
Kartons verpackt und bis zum nächsten Treffen aufgehoben werden (meist in Schulkellern). Einen Raum zu
mieten wagte man nicht. Einen Verein gab es noch nicht. So ging es bis nach der Gründung des
Heimatvereins1980.
1981 stellte OB Dr. Koeppler Räume im ehemaligen Piaristenkloster in Aussicht.
Die Stadt stellte auch 20.000 DM für die Einrichtung einer Heimatstube zu Verfügung.
Auszug des Berichts von Herrn Helmut Polaschek.

Helmut Polaschek baute zusammen mit Helfern die Heimatstube in ihrer heutigen Form auf.

Der Heimatverein Sternberg/Mähren e.V. wurde im Jahre 2015 aufgelöst. Die Sternberger Heimatstube geht in den Besitz der Stadt Günzburg über.
2018 beginnt voraussichtlich die Renovierung des Heimatmuseums Günzburg.
Ab Januar 2016 ist die Heimatstube geschlossen.
Anschließend werden ausgesuchte Stücke unter dem Titel
Die Vertreibung der Deutschen am Beispiel der Sternberger
,
in die Abteilung "20. Jahrhundert" des Heimatmuseums Günzburg integriert und somit allen Besuchern zugänglich gemacht.
Der Restbestand der Sternberger Heimatstube geht nach München in das Sudetendeutsche Archiv. Dort wird alles digitalisiert und der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. (www.sudetendeutsches-archiv.de)